Udo (50) aus Kleve hat schon einmal Anlauf zum Marathon genommen. Wir drücken ihm die Daumen, dass es dieses Mal klappt!

Wann hat dich das Lauffieber gepackt?

Das ist eine gute Frage. Da muss ich weit ausholen. Ich komme eigentlich aus der Abteilung „ich hasse laufen“. 1995 habe ich mein erstes Rennrad gekauft und war Zuschauer beim Bocholter Aasee-Triathlon. Das fand ich so cool, das wollte ich auch mal machen. Gesagt, getan, 1996 habe ich dann meinen ersten Volkstriathlon in Bocholt gefinisht. Mit dem Laufen habe ich angefangen, weil es halt dazu gehört. In den folgenden Jahren habe ich mich dann für ein bis drei Triathlons (Volksdistanzen und teilweise auch Olympische) angemeldet, um im Training zu bleiben. 2007 habe ich beim Karstadtmarathon meinen ersten Halbmarathon von Dortmund nach Herne gelaufen. Da ich vor meinem 50. Geburtstag einen Marathon laufen wollte, habe ich mich 2012 für den Marathon in Enschede angemeldet, bekam aber acht Wochen vorher Knieprobleme. Das war nichts. 2013 hatte ich erneute Knieprobleme und habe zwischen 2013 bis 2015 läuferisch gar nichts mehr gemacht. Nach massiven muskulären Schulterproblemen im September 2015 habe ich mich entschlossen, mit Reha-Sport anzufangen (Bettina: „Du musst endlich unbedingt was tun!“ – Danke Bettina, den Arschtritt brauchte ich). War eine gute Entscheidung, denn seitdem sind auch die Knieprobleme weg. Toi toi toi! Das Fieber ist also wieder da 🙂

Wo läufst du am liebsten?

An der frischen Luft, im Wald, am See – egal, Hauptsache draußen. Ich mag auch gerne neue Strecken, wo ich nicht weiß, was hinter der nächsten Kurve kommt.

Wer begleitet dich bei deinen Läufen? Bist du eher im Rudel unterwegs oder als einsamer Wolf?

Seit ungefähr zwei Jahren hat meine Frau Bettina auch das Laufen für sich entdeckt. Wir laufen meistens zusammen. Vor einem Jahr haben wir uns dann dem weltbesten Lauftreff vom SV Haldern angeschlossen. Also vom einsamen Wolf bis zum Rudelläufer ist alles dabei, hängt auch viel vom Ziel der jeweiligen Trainingseinheit ab.

Was war bisher dein eindrucksvollstes Lauferlebnis?

Mein erster Halbmarathon 2007 von Dortmund nach Herne und der Rhein City Run 2017 von Düsseldorf nach Duisburg. 2007 fand ich die Atmosphäre so toll. 15.000 Starter in Dortmund und die vielen Zuschauer, vor allem in Bochum. 2017 war es die tolle Strecke und das passende super Wetter.

Was ist deine Motivation, bei #DeinErsterMarathon teilzunehmen? Warum ausgerechnet Marathon?

Teilnehmen konnte ich ruhigen Gewissens, da ich ja noch nie was gewonnen habe. Ich hatte schon mal das Ziel, vor meinem 50. Geburtstag einen Marathon zu laufen, das hat ja nicht geklappt. Nachdem es in den letzten eineinhalb Jahren wieder gut lief, habe ich das Ziel neu aufgenommen und nur die Zahlen verändert.

Wie hast du reagiert, als du erfahren hast, dass du dabei bist?

Ich habe die E-Mail gelesen, einmal, dann nochmal: Ach du Schei … Habe sofort Bettina angerufen und es ihr berichtet.

… und mal so unter uns: Wie nervös bist du?

Nachdem sich die „Erregung“ über den Gewinn gelegt hat, eigentlich gar nicht. Ich freue mich auf alles was da kommt, nervös werde ich meist erst vor dem Start oder am Tag davor. Vor den 42 Kilometern habe ich aber schon großen Respekt.