Dass ich finishen werde, war mir wegen Schmerzen in den Knien erst nach der 40-Kilometer-Marke klar. Da dachte ich: „Ok, jetzt ist es fast geschafft. Scheiß auf Schmerzen. Zur Not kriechst du über die Ziellinie, aber du kommst da drüber!“

Ans Aufgeben habe ich die ganze Zeit nicht gedacht. Das war keine Option. Es war zwar schwer, aber ich hatte während des Laufs einen ganz tollen Support von meiner Frau und meinem Sohn, was mich unheimlich motiviert hat. Allein deswegen kam aufgeben schon nicht in Frage. Und die ganzen Leute an der Strecke haben dann noch ihr Übriges dazu getan.

Ich würde immer wieder mitmachen. Es hat sehr viel Spaß gemacht und war eine Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte. Wenn ihr ein Projekt „Dein zweiter Marathon“ starten solltet, dann möchte ich mich hiermit schon offiziell bewerben! 😉 Einen zweiten Marathon werde ich definitiv laufen. Da ist zeitlich noch viel Luft nach oben und das möchte ich noch aus mir rauskitzeln.

Jeder, der Spaß am Laufen hat und das in seiner Freizeit gerne macht, sollte diese Erfahrung einmal machen. Es ist ein ganz unbeschreiblich tolles Gefühl, nach über 42 Kilometern von allen Seiten bejubelt zu werden und über die Ziellinie zu laufen. Zeit und Pace ist da echt Nebensache. Das muss einfach jeder Läufer mal erleben. Zukünftigen Teilnehmern kann ich raten, dieses Projekt einfach mit Freude und ganz locker anzugehen. Die Vorbereitung mit dem Training ist im Alltag eine Herausforderung. Daher ist die Unterstützung der Familie echt hilfreich, gerade wenn man auch mal ein kleines Motivationstief hat. Vor allem aber auch auf seinen Körper hören. Es bringt nichts, auf Biegen und Brechen das Training zu absolvieren. Wenn es mal nicht geht, dann muss man regenerieren. Nur nicht mit der eigenen Gesundheit spielen. Aber man hat ja auch erfahrene Trainer an der Seite, die einen jederzeit unterstützen. Also alles ganz entspannt angehen, Motivation aufrechterhalten und dann die Medaille einkassieren 🙂