Tanja aus Mönchengladbach hätte nicht gedacht, dass sie mit 47 Jahren tatsächlich Halbmarathon laufen wird. Im nächsten Jahr geht sie die doppelte Distanz an und wird Marathonläuferin.

Wann hat dich das Lauffieber gepackt?

2016 habe ich bei dem Programm „Fit für 10“ der Rheinischen Post mitgemacht. Im September 2016 habe ich dann meinen ersten 10-Kilometer-Lauf absolviert.

Wo läufst du am liebsten?

Am liebsten laufe ich über Feldwege und durch den Wald.

Wer begleitet dich bei deinen Läufen? Bist du eher im Rudel unterwegs oder als einsamer Wolf?

Nach Fit für 10 habe ich mich den Lauffreunden Niers angeschlossen. Wir treffen uns dreimal die Woche zum Laufen. Ich habe gemerkt, dass gerade die langen Läufe in der Gruppe viel mehr Spaß machen und die Zeit im Nu vorbeigeht.

Was war bisher dein eindrucksvollstes Lauferlebnis?

Mein schönstes Lauferlebnis war der Halbmarathon 2017 in Venlo. Ich bin zusammen mit meiner Lauftreffgruppe mit dem Bus hingefahren und wir waren alle begeistert von der tollen Stimmung. Schön war auch, dass mein Mann und meine zwei Töchter mich angefeuert haben und mich im Ziel empfangen haben.

Was ist deine Motivation, bei #DeinErsterMarathon teilzunehmen? Warum ausgerechnet Marathon?

Es ist schön, ein neues Ziel zu haben. Ich habe im Laufe des letzten Jahres gemerkt, wie schnell man an Kondition gewinnt und zu welchen Leistungen man fähig ist. Mit 23 Jahren hatte ich Probleme, fünf Kilometer zu laufen. Ich hätte nie gedacht, dass ich mit 47 Jahren einmal 21 Kilometer laufen kann. Der Marathon ist sozusagen das i-Tüpfelchen. Außerdem hat der innere Schweinehund im nächsten Winter dank Trainingsplan keine Chance mehr.

Wie hast du reagiert, als du erfahren hast, dass du dabei bist?

Ich konnte mein Glück zunächst nicht fassen, da ich normalerweise nie bei irgendwelchen Preisausschreiben gewinne. Ich habe gefühlte 1000-mal die E-Mail gelesen, bis ich schließlich realisiert habe, dass ich nächstes Jahr in Rotterdam starte. Kurz kam ein Gefühl der Panik auf, was sich aber schnell wieder legte. Letztendlich hat die Vorfreude auf die nächsten Monate und den großen Tag in Rotterdam überwogen.

… und mal so unter uns: Wie nervös bist du?

Im Moment bin ich noch sehr gelassen und freue mich auf die nächsten Monate. Ich weiß aber aus Erfahrung, dass sich meine Nervosität in den letzten Tagen vor dem Marathon noch deutlich steigern wird. Ich hoffe aber, dass ich von meinen Trainern den ein oder anderen Tipp bekommen werde, wie ich damit umgehen kann.