Seit fünf Monaten ist das Projekt Dein Erster Marathon mittlerweile schon im Gange – Zeit, einmal zurück zu blicken. Im Sommer haben wir den Gewinnern die freudige und auch ein bisschen erschreckende Nachricht mitgeteilt: Du bist dabei! Du läufst deinen ersten Marathon im April 2018 in Rotterdam!

Seitdem ist einiges passiert: Los ging’s für alle mit der Laufanalyse in ihrem bunert Standort. Wie ist das Abrollverhalten? Welcher Schuh ist der beste für welchen Läufer? Danach durften sich die Gewinner im New Balance Showroom in Düsseldorf austoben: Bekleidung und Laufschuhe wollten anprobiert werden – außerdem trafen zum ersten Mal alle aufeinander. So eine große Gruppe, so unterschiedliche Menschen, aber alle mit dem gleichen Ziel: Marathon laufen!

Um alle so gut wie möglich auf diese Herausforderung vorzubereiten, haben wir unsere Teilnehmer zur Leistungsdiagnostik gebeten. An einem kalten und nassen Herbsttag zeigte sich, aus welchem Holz die Marathonis in spe geschnitzt sind: Kein Meckern oder Murren, stattdessen Zähne zusammenbeißen und die Runden auf der Tartanbahn immer schneller abspulen. Gegen den Wind und den Regen – aber in der Gruppe macht selbst das irgendwie Spaß.

Mit den Ergebnissen der Laktatdiagnostik bekam jeder seinen individuellen Trainingsplan, der genau auf die aktuelle Leistungsfähigkeit abgestimmt ist. Denn nur wer seine eigenen Trainingsbereiche genau kennt, kann gezielt trainieren. Und das Beste am Trainingsplan? Ihn selbstzufrieden jede Woche abzuhaken, findet Annette. Da fällt es kaum noch auf, dass die ersten 90 Minuten am Stück auf dem Plan stehen. Oder die ersten 120 Minuten. Während die einen sich ans Intervalltraining auf der Bahn herantasten, laufen die anderen ihren ersten Halbmarathon. Die nächsten probieren in Steigerungsläufen aus, wie sich Laktat in den Beinen anfühlt, während andere sich bei langsamen Dauerläufen in Geduld üben müssen.

Natürlich lief bisher nicht alles reibungslos: Unsere Körper sind keine Maschinen, und daher ist es umso wichtiger, sich vorsichtig an die Belastungen des Marathon-Trainings heran zu tasten. Rückschläge gehören dazu – sei es eine Laufpause wegen einer kleineren Erkältung, einer dicken Grippe oder dem einen oder anderen Wehwehchen. Das Wichtigste dabei ist, Ruhe zu bewahren und so platt es sich anhört: positiv zu denken. An das Erreichen des Ziels glauben, nicht zu früh wieder zu viel wollen und nach dem Auskurieren behutsam wieder ins Training einsteigen.

Es bleiben jetzt noch gut drei Monate auf dem Weg zum Rotterdam Marathon – drei Monate, in denen wir uns auf den Austausch in der Gruppe freuen, auf das nächste Treffen mit allen, auf die kleinen und größeren ersten Male, die der Trainingsplan von uns fordert, vielleicht auf die eine oder andere gefühlsmäßige Achterbahn, aber vor allem auf die Gewissheit: Es ist nicht unmöglich. Wir können das schaffen!