Dass ich den Marathon zu Ende laufen werde, stand für mich von Anfang an fest – aufgeben oder stehenbleiben war und ist keine Option! Mir war aber auch klar, dass es an irgendeiner Stelle schwierig werden wird – ich bin die volle Distanz ja noch nie zuvor gelaufen.

Zwischen Kilometer 25 und 35 wurde es sehr hart für mich (Schmerzen in den Oberschenkeln), da musste ich zwischendurch immer wieder gehen. Das war schon sehr zermürbend. Da kam auch der Gedanke: „Das machst du nicht nochmal!“ Für diese Situation hatte ich mir im Vorfeld schon was überlegt: Ich habe mir Namen von Menschen auf den Arm geschrieben, die mir etwas bedeuten. Familie, Menschen, die mich inspirieren, verletzte Läufer, die momentan nicht so können wie sie wollen, meinen Trainer. Zehn Namen und für jeden bin ich einen Kilometer gelaufen.

Bei Kilometer 39 hat es dann „Klick“ gemacht – ich wollte jetzt fertig werden, ich wusste das Ziel ist nah und der Name meiner Freundin hat mir Kraft gegeben, nochmal Gas zu geben. Das war ein unglaubliches Gefühl, als ich diese letzten Kilometer gelaufen bin habe ich mich so stark gefühlt – Wahnsinn!