Die Vorbereitung von Mo aus Düsseldorf läuft nicht ganz nach Plan. Nach Knieproblemen war die Sorge um den Start in Rotterdam groß – inzwischen ist er jedoch überzeugt davon, dass Zweifel zum Prozess dazu gehören.

Wie läuft es denn gerade? Bist du im Plan?

Das Training läuft momentan nicht besonders gut. Ich schlage mich seit Anfang Januar mit einem Läuferknie herum und dadurch musste ich zeitweilig auf ein Alternativ-Training umsteigen. Ich bin aber nun wieder dabei, mittlere Distanzen von 10-20 Kilometern zu laufen und das funktioniert auch einwandfrei!

Was ist die weiteste Strecke, die du bisher gelaufen bist und wie war das für dich?

Bisher waren es „erst“ 20 Kilometer und dabei habe ich mich schon ziemlich fertig gefühlt.

Was hat sich an deinem Training verändert, seit du dich auf den Marathon vorbereitest?

Das Trainingspensum ist gestiegen und gibt immer wieder kleinere Läufe, in denen ich an meiner Lauftechnik feile. Also eine ganze Menge an Veränderungen!

Was macht dir an der Vorbereitung am meisten und was am wenigsten Spaß?

Das Technik-Training wie auch die schnelleren Läufe machen mir enorm Spaß, die längeren Läufe hingegen weniger. Der Spaß wandelt sich bei den längeren Läufen immer mehr in einen Willenskampf und sobald die Distanz ziemlich groß ist, überwiegt der Kampf und der Spaß bleibt auf der Strecke. Aber danach freue ich mich natürlich über die eigene Leistung, was den fehlenden Spaß kompensiert.

Gab es einen Punkt, an dem du gedacht hast, das schaffst du nie? Wolltest du schon einmal alles hinschmeißen?

Als es mit den Knieschmerzen anfing, wurden auch die Zweifel größer und ich habe überlegt, aufzugeben. Doch das Zweifeln an den eigenen Fähigkeiten gehört für mich zum Prozess, um eine neue Herausforderung zu meistern, daher habe ich mich schnell wieder einkriegen können. Ich werde mein Bestes geben, so wie ich es immer tue. Meinen Weltrekord in Fussballakrobatik habe ich auch vier Wochen nach einem Wadenbeinbruch holen können, daher denke ich, dass ich die Verletzung überwinden werde und erneut erfolgreich daraus hervorgehe.

Was ist das Wichtigste für dich bei der Vorbereitung? Kannst du anderen Läufern einen Tipp geben?

Für mich war es enorm wichtig, viele Informationen einzuholen, immer wieder einen Spezialisten zu Rate zu ziehen und mich häufig zu dehnen! Und einen besonderen Tipp habe ich auch noch: Übertreibt es nicht und hört auf euren Körper! Mich hat erst das Übertraining in die heikle Situation gebracht und das muss ja nicht sein!

Hast du ein Ziel für Rotterdam?

Für mich gibt es nur ein Ziel: Ankommen! Und das möglichst schmerzfrei!