Marc (42) aus Neuss läuft schon jetzt ziemlich viel. Seine Herausforderung in der Marathonvorbereitung wird es sein, das Training ruhig anzugehen.

Wann hat dich das Lauffieber gepackt?

Als ich stark auf die 40 zugegangen bin, wurde es Zeit, dass sich etwas ändert. Ich trug bei einer Größe von 1,86 Metern mehr als 93 Kilo mit mir herum und war alles andere als fit. Weil ich knapp fünfzehn Jahre vorher das letzte Mal regelmäßig Laufen gewesen bin, war es Zeit für eine Neuauflage.

Am 27. Juni 2014 habe ich stark schnaufend und keuchend meine ersten drei Kilometer am Stück geschafft. Inzwischen habe ich mich auf die zehnfache Distanz gesteigert und laufe mindestens dreimal die Woche zwischen 10 und 30 Kilometer pro Lauf.

Das Laufen entspannt mich, lässt mich fit und gesund fühlen und ist ein wichtiger Ankerpunkt und eine wichtige Konstante in meinem Leben geworden. Der innere Schweinehund kommt selten zu Besuch und ich bin erstaunt über mein Durchhaltevermögen und die Konsequenz, wie ich mein Programm durchziehe.

Dabei hilft mir auch mein Blog. Regelmäßig schreibe ich auf www.ostwestf4le.de über meine Lauf-Fortschritte und setze mich damit – gewollt – unter Druck, um nicht nachzulassen oder die Zügel schleifen zu lassen.

Wo läufst du am liebsten?

Ich unterscheide gern zwischen der Pflicht und der Kür. Unter der Woche laufe ich meine Hausstrecke durch die Felder, während ich am Wochenende bei den langen Läufen gern den Niederrhein erkunde. Abwechslungsreiche Strecken erlebe ich im Urlaub und erlaufe mir dabei gern meine Urlaubsregion, um ganz neue Einblicke zu gewinnen.

Wer begleitet dich bei deinen Läufen? Bist du eher im Rudel unterwegs oder als einsamer Wolf?

Meist bin ich allein auf meinen Läufen. Gelegentlich kann ich meine beiden Söhne ermuntern, mich zu begleiten – laufend oder auf dem Rad. Mir machen auch Lauftreffs Spaß. Entweder im großen Rahmen wie beispielsweise dem Mondscheinrun von Laufsport Bunert in Neuss (den ich unbedingt und endlich mal mitmachen möchte) oder auch in kleiner Runde mit meinen Lauf-Buddies, die ich über die sozialen Netzwerke kennengelernt habe.

Was war bisher dein eindrucksvollstes Lauferlebnis?

Bei dieser Frage muss ich nicht lange überlegen: der Venloop 2017! Einfach Wahnsinn, wie stimmungsvoll und motivierend dieser Lauf ist. Und natürlich habe ich mich bereits für 2018 angemeldet.

Was ist deine Motivation, bei #DeinErsterMarathon teilzunehmen? Warum ausgerechnet Marathon?

Der Marathon ist die logische Konsequenz meiner läuferischen Entwicklung 🙂 Im Ernst: Ich liebäugele schon seit einem Jahr mit meinem Debüt über 42,195 Kilometer. Bisher fehlte mir aber die Traute, dieses Vorhaben auch in die Tat umzusetzen. Als ich von #DeinErsterMarathon gelesen und viele Artikel auf eurem Blog gelesen habe, war mir klar, dass es eine bessere Vorbereitung und Betreuung nicht geben kann.

Wie hast du reagiert, als du erfahren hast, dass du dabei bist?

Ich habe mich tierisch gefreut und war andererseits auch ängstlich. Denn jetzt gibt es keinen Weg zurück. Jetzt muss ich es durchziehen und habe keine Ausreden mehr.

… und mal so unter uns: Wie nervös bist du?

Frag‘ mich das lieber Anfang April 2018 😉 Aktuell bin ich null nervös. Ich weiß, was ich kann und ich weiß einigermaßen, wo ich Defizite habe. Ich habe ausreichend Zeit für das Training und bin sicher, dass ich dank Bunert, New Balance und laufen.de eine klasse Vorbereitung haben werde.

Ich mache mir für den Marathon weniger körperlich, sondern mehr mental Sorgen. Im Moment ist es für mich unvorstellbar, vier Stunden und länger laufend unterwegs zu sein. Davor habe ich riesigen Respekt.