Joleen aus Essen läuft noch gar nicht so lange, aber gehört definitiv zu den Flottesten des Teams. Was Wichtigste für sie bei der Vorbereitung? Essen! Und zwar das, worauf sie Hunger hat.

Wie läuft es denn gerade? Bist du im Plan?

Bis jetzt läuft es sehr gut. Natürlich musste ich das ein oder andere Training aus gesundheitlichen Gründen ausfallen lassen, aber sonst fühle ich mich recht gut vorbereitet.

Was ist die weiteste Strecke, die du bisher gelaufen bist und wie war das für dich?

Meinen letzten langen Lauf über 35 Kilometer habe ich nun auch hinter mich gebracht. Ich muss sagen, dass dieser von allen Longruns der Beste war. Ich habe zwischendurch das Tempo variiert. Tempowechselläufe sind einer meiner Lieblingseinheiten und ich denke, dass es deshalb so gut geklappt hat. Ich bin nun aber froh, ihn hinter mich gebracht zu haben und nun das Training etwas herunterschrauben kann.

Was hat sich an deinem Training verändert, seit du dich auf den Marathon vorbereitest?

Ich habe die Tempowechselläufe für mich entdeckt. Ich liebe dieses Training, weil es einfach so abwechslungsreich ist. Man kann durch diese Läufe gut lernen, in Etappen zu denken. Außerdem ist mein Training viel strukturierter und abwechslungsreicher als zuvor.

Was macht dir an der Vorbereitung am meisten und was am wenigsten Spaß?

Drei Mal dürft ihr raten 🙂 Am meisten Spaß machen mir die Tempowechselläufe. Die habe ich erst so richtig durch den Trainingsplan kennengelernt. Ich finde diese Art von Training sehr abwechslungsreich und mir macht es Spaß, in verschiedenen Pulszonen zu laufen. Das Intervalltraining finde ich auch super! Ich liebe es, an meine Grenzen zu gehen und mich nach dem Training richtig ausgepowert zu fühlen. Besonders froh darüber bin ich, dass mich mein Papa (mit dem Rad) und meine Schwester bei den langen Läufen begleiten, denn die können echt langweilig sein.

Gab es einen Punkt, an dem du gedacht hast, das schaffst du nie? Wolltest du schon einmal alles hinschmeißen?

Die kalten Temperaturen der letzten Zeit haben mich sehr an meine Grenzen gebracht. Auch der Gedanke nach den 35 Kilometern: „Das war heftig und es fehlen auch noch 7 Kilometer“ hat mich verunsichert. Der Austausch mit den anderen aus der Gruppe und auch mit Leuten, die bereits einen Marathon gelaufen sind, geben mir sehr viel Mut.

Was ist das Wichtigste für dich bei der Vorbereitung? Kannst du anderen Läufern einen Tipp geben?

Für mich persönlich ist das Wichtigste das Essen. Ich verbiete mir da nichts. Wenn man sich schon so diszipliniert an seinen Trainingsplan hält, sollte man aber das essen, worauf man Hunger hat.
Mein wichtigster Tipp an alle Läufer ist, sich immer wieder das Ziel vor Augen zu halten. Ich kann es empfehlen, sich komplett an seinen Trainingsplan und vor allem an seine Trainingstage zu halten. Selbst, wenn man nachher sein Ziel dann doch nicht erreichen sollte, kann man sich keine Vorwürfe machen, dass man sein Training geschwänzt hat. Aber man sollte dennoch nicht vergessen, bei Krankheit etc. auf seinen Körper zu hören.

Hast du ein Ziel für Rotterdam?

Ich freue mich, wenn ich die Ziellinie überquere! Eine Zeit zwischen 3:30-3:45 Stunden wäre natürlich ein Traum. Mal sehen, ob die Verfassung am Wettkampftag stimmt.