Es ist kaum zu glauben, dass der Marathon und die damit verbundene Vorbereitungszeit schon vorbei sein sollen. Es war eine anstrengende, aber auch sehr schöne Zeit! Ich durfte tolle, neue Menschen treffen und habe vieles dazu gelernt. Noch ist alles so unwirklich, und das einzige das einen daran erinnert, dass man es wirklich geschafft hat, sind die schweren, müden Beine und die Problematik, eine Treppe runter zu gehen. Das sah die ersten Tage nach dem Lauf alles andere als elegant aus.

Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich es immer wieder machen würde! Der Marathon war für mich etwas ganz Besonderes. Obwohl ich drei Wochen vorher noch von einer schweren Erkältung runtergezogen wurde, war meine Tagesform einfach wunderbar und mein Kopf frei. Natürlich war ich aufgeregt, aber eher positiv und freudig als ängstlich. Ich wollte endlich los und habe die Zeit auf der Strecke einfach nur genossen. Rotterdam ist eine wunderschöne Stadt und die Menschen haben mich vor allem auf den letzten Kilometern ins Ziel getragen. Als ich das Ziel dann sehen konnte und schlussendlich die Ziellinie überquerte, kullerten Freudentränen über mein Gesicht und ich war einfach unfassbar glücklich, meinen ersten Marathon geschafft zu haben. Als ich dann zur Ruhe kam, schmerzte jeder Schritt und ich fragte mich, wie ich das bloß auf den letzten Kilometern geschafft hatte. Das hat mir wieder gezeigt, wie viel Laufen mit dem Kopf zu tun hat. Ich bin unfassbar stolz auf uns alle und bin mir sicher, dass dies nicht mein letzter Marathon war!

Vielen lieben Dank für alles! Danke an Bunert, New Balance und Laufen.de! Ein großes Dankeschön an alle, die während dieser Zeit an meiner Seite waren. Vor allem danke ich den Personen, die immer an mich geglaubt und mir Mut gemacht haben. Und schlussendlich danke ich meinem Laufbuddy, der sich mit mir nicht nur in der Vorbereitung durch Schnee, Wind und Regen gekämpft hat, sondern auch in Rotterdam an meiner Seite gewesen ist!