Bei Fabian (35) aus Meerbusch ist die Gewinnbenachrichtigung im Spam-Ordner gelandet. Zum Glück ist er jetzt trotzdem dabei.

Wann hat dich das Lauffieber gepackt?

April vor zwei Jahren, 2015. Ich kann mich noch genau an meinen ersten Lauf erinnern. Warum auch immer peilte ich direkt fünf Kilometer an. Ich hatte kein genaues Ziel vor Augen. Einfach nur schaffen. Und zu meiner Überraschung musste ich nur ein paar hundert Meter gehen. Als ich mich dann mit Kollegen über die Zeit unterhielt, merkte ich erst, dass diese auch noch verdammt gut war.

Wo läufst du am liebsten?

In der Natur, egal bei welchem Wetter. Nur bei Sturm oder starkem Wind gehe ich nicht laufen. Aber wenn, dann am liebsten im Wald oder am Rhein entlang.

Wer begleitet dich bei deinen Läufen? Bist du eher im Rudel unterwegs oder als einsamer Wolf?

Aufgrund meiner beruflichen und privaten Situation ist es schwer, sich auf Termine einzulassen. Deswegen habe ich bisher auch noch nicht an einem Lauftraining teilgenommen oder mich einer Gruppe angeschlossen. Auch im Freundeskreis bin ich der Einzige, der läuft. Was aber nicht heißen soll, dass ich nicht gerne in einer Gruppe oder mit einem Lauf-Buddy unterwegs bin. Immer wenn es irgendwie klappt, habe ich ein Laufkumpel an der Seite. Je nachdem, was man gerade trainiert, ist es auch nicht schlecht, wenn man alleine läuft. So kann man sich ganz auf sich und das Tempo konzentrieren.

Was war bisher dein eindrucksvollstes Lauferlebnis?

Der Halbmarathon in Bochum. Da habe ich meine gesteckten Ziele erreicht und ich war stolz wie Oskar.

Was ist deine Motivation, bei #DeinErsterMarathon teilzunehmen? Warum ausgerechnet Marathon?

Das ist eine gute Frage. Ich drücke es mal so aus: Wenn einmal ein Marathon, dann nur so. Ich kann nicht sagen, dass der Marathon schon immer ein lang gehegter Traum war. Vielmehr habe ich schon immer einen immensen Respekt vor der Distanz und noch viel mehr vor der Vorbereitung gehabt. Die Disziplin, die man haben muss, den Ehrgeiz und dann auch noch die Zeit. Letzteres war für mich eher immer der Grund, warum ich den Gendanken daran nie vertieft habe. Aber als ich das Gewinnspiel sah, dachte ich mir, dass es so klappen könnte. Klar muss ich die gleiche Zeit investieren, aber das Rahmenprogram lässt es mir viel leichter fallen. Gerade nach den letzten Halbmarathons kam der Gedanke immer wieder mal auf, doch mal über einen Marathon nachzudenken. Und nach dem letzten Halbmarathon in Duisburg sah ich kurz danach auf Facebook das Gewinnspiel zu #DeinErsterMarathon. Und ohne groß drüber nachzudenken, habe ich mein Glück versucht.

Wie hast du reagiert, als du erfahren hast, dass du dabei bist?

Oh mein Gott! Das kann doch jetzt nicht wahr sein! Der Schock war noch viel größer, als ich erfuhr, dass ich mich innerhalb von 24 Stunden entscheiden muss. Durch einen doofen Fehler ist die E-Mail über die Gewinn-Benachrichtigung leider in meinem Spam-Ordner gelandet. Bunert rief mich schlussendlich kurz vor dem Ende der Entscheidungsfrist an um nachzuhorchen, ob ich kein Interesse hätte. Und dadurch erfuhr ich erst, dass ich gewonnen habe. Oh Mann, ich kann es jetzt noch immer kaum fassen und freue mich sehr darüber. Für mich ist das ein Projekt, nein vielmehr ein Experiment. Schaffe ich es oder nicht? Wie reagiert mein Körper auf diese Belastung, wie bekomme ich es zeitlich gestemmt, wie bekomme ich alles unter einen Hut? Familie, Job und das Training. Aber zurück zu der Frage. Ich habe mich am gleichen Abend nach er Gewinn-Benachrichtigung mit meiner Frau zusammengesetzt. Am Abend selber wussten wir noch nicht, ob es klappen könnte und so wollten wir erstmal eine Nacht drüber schlafen. Und am nächsten Morgen schauten wir uns an, wechselten ein paar Wörter und dann stand es fest. Wir werden es angehen. Ich sage bewusst wir, denn die Familie muss dahinterstehen. Ohne das geht es in meine Augen nicht.

… und mal so unter uns: Wie nervös bist du?

Noch überhaupt nicht. Ich denke das beginnt langsam aber sicher ein paar Wochen vorher. Noch sehe ich das ganz nüchtern. Das Training steht im Fokus und alles irgendwie unter einem Hut zu bekommen. Da bleibt kein Raum um nervös zu sein. Aber für Freude, ein Teil dieses Projekts zu sein!