Annette (42) aus Kempen würde den Marathon eigentlich lieber auf dem Rad als zu Fuß zurücklegen. Trotzdem stellt sie sich der Herausforderung – schließlich gibt’s im Ziel bei Läufen schon mal Kekse.

Wann hat dich das Lauffieber gepackt?

Letztes Jahr im Juni, als meine Freundin (und Vielläuferin) Marleen mich gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte, über die 5-Kilometer-Strecke beim Kempener Altststadtlauf zu starten. Da Griesson-DeBeukelaer dort Sponsor ist, gab es Kekse für alle. Also sagte ich zu. Das Training gestaltete sich als … schleppend. Aber seitdem laufe ich fast wöchentlich.

Wo läufst du am liebsten?

Auf der Tartanbahn. Ich mag den Untergrund, die Farbe, und dass ich eine gute Übersicht über die zurückgelegte Strecke habe. Außerdem ist dort immer etwas los: Auf dem Rasenplatz trainieren die Fußballkinder und die Jugendmannschaft der Kempener Leichtathleten. Wald finde ich natürlich auch toll. Leider ist er zu weit weg, und darum laufe ich längere Strecken auf den Feldwegen direkt vor meiner Haustür.

Wer begleitet dich bei deinen Läufen? Bist du eher im Rudel unterwegs oder als einsamer Wolf?

Meist laufe ich mit einem Freund von mir – Martin. Er ist ein hervorragender und sehr erfahrener Läufer, von dem ich neben dem Bunert-Team ebenfalls zahlreiche Tipps erhalte und der mich motiviert.

Was war bisher dein eindrucksvollstes Lauferlebnis?

Der Kempener Altstadtlauf in diesem Jahr, den ich mit meiner Schwägerin gelaufen bin, und bei dem wir unglaublich viel Spaß hatten. Besonders klasse war, dass wir von meinem Mann, meinem 90-jährigen Schwiegervater, Martin und weiteren Freunden lauthals angefeuert wurden. Plus: hinterher gab’s wieder Kekse, und ich habe mich in meiner Altersklasse verbessert.

Was ist deine Motivation, bei #DeinErsterMarathon teilzunehmen? Warum ausgerechnet Marathon?

Meine Motivation, an einem Marathon teilzunehmen, lag ehrlich gesagt bei ungefähr Null. Mein Sport und meine Leidenschaft ist Rennrad fahren, und ich peilte eher den Ötztaler an als die berühmten 42 Kilometer zu Fuß. Doch dann habe ich den Wettbewerb hier gesehen und dachte: „Naja, vielleicht doch … Unter diesen Bedingungen könnte es klappen.“ Und einer sportlichen Herausforderung kann ich selten widerstehen. Ich finde es klasse zu merken, wie ich durch das regelmäßige Training Fortschritte erziele.

Wie hast du reagiert, als du erfahren hast, dass du dabei bist?

Meinen Gemütszustand habe ich per gif-Animationen an eine Freundin geappt: Einmal Spongebob, der aufgedreht hin und her rast. Und einmal Sheldon von Big Bang Theory, der in eine Tüte atmet, weil er hyperventiliert. So ungefähr habe ich mich auch gefühlt. Und dann habe ich festgestellt, dass der Geburtstag meines Mannes und der Marathon auf den selben Tag fallen. Doch Christoph hat nur gesagt: „Mach es! Das ist eine einmalige Chance!“ Seine Geduld ob meines derzeitigen sportlichen Treibens kennt keine Grenzen – mein Glück.

… und mal so unter uns: Wie nervös bist du?

Nicht sehr. Noch nicht. Eher aufgeregt, so im positiven Sinne und sehr gespannt.