Andreas (42) aus Moers glaubt, dass er das Projekt Marathon ohne Trainingskonzept nicht schaffen würde. Er freut sich auf das Team und aufs Nicht-Aufgeben.

Wann hat dich das Lauffieber gepackt?

Vor etwa zwei Jahren war dieser Moment da. Es gab keine Ausrede mehr, meinem nervenden Nachbarn abzusagen. Frau und Kinder waren nicht da, ich saß entspannt in der Sonne. So ging es auf die ersten fünf Kilometer, die mich eine Woche mit Muskelkater verfolgt haben. Allerdings habe ich auch direkt mein Gewicht reduziert, fühlte mich auch irgendwie angespornt es besser zu machen, und so kam das eine zum anderen.

Wo läufst du am liebsten?

Direkt vor meiner Haustür im Moerser Süden (Kapellen) sind in alle Himmelsrichtungen mehrere Wald- und Naherholungsgebiete. Hier ist auch abseits der offiziellen Wege immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Wer begleitet dich bei deinen Läufen? Bist du eher im Rudel unterwegs oder als einsamer Wolf?

Meist bin ich alleine unterwegs, da es oft nur recht spontan geht. Mittlerweile versuche ich den gut organisierten „Rudellauf“ am Donnerstag beim Afterworkrun in Duisburg einzuplanen.

Was war bisher dein eindrucksvollstes Lauferlebnis?

Früher habe ich sonntags oft eine Stunde auf der Couch „geknackt“, dann habe ich an einem Sonntag zum ersten Mal die 10-Kilometer-Marke unter einer Stunde geknackt. Ziemlich zeitgleich mit einem Gewichtsverlust von 10 Kilogramm. Da war ich schon stolz.
Dann noch der erste Halbmarathon in Duisburg 2016. Ankommen war das Ziel. Dass es dann mit der ganzen Familie auf der Tribüne eine Zeit unter zwei Stunden wird, hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt.

Was ist deine Motivation, bei #DeinErsterMarathon teilzunehmen? Warum ausgerechnet Marathon?

Ich möchte das für mich eigentlich Unmögliche schaffen. Alleine ohne ein Trainingskonzept würde ich es nicht hinbekommen, vom Standfußballer zum Marathonläufer werden. Einfach zu spüren wie es ist, nicht aufzugeben. Das Ganze noch mit einem wunderbaren Team erleben. Das treibt mich an und motiviert mich.

Wie hast du reagiert, als du erfahren hast, dass du dabei bist?

Ich saß gerade am Rechner, als die Mail kam. Der Betreff und die erste Zeile war schon recht eindeutig: „Hallo Andreas, ich freue mich dir mitteilen zu können …“ Vor Freude bin ich fast ausgeflippt, der Puls ging in den roten Bereich.

… und mal so unter uns: Wie nervös bist du?

Nervös bin ich weniger, es ist mehr der Respekt vor dieser Strecke. Ich glaube, wenn man sich an die Trainingspläne und Vorgaben hält, schafft man es. Ich habe ehrlich gesagt mehr Angst davor, eine Verletzung zu oder eine Frühjahrserkältung zu bekommen.