Bis zum Marathon in Rotterdam dauert es nur noch knapp zwei Wochen – da kann man schon mal dezent nervös werden. In den letzten Monaten haben unsere Athleten viel Zeit investiert, Kilometer gesammelt, sich akribisch vorbereitet, fleißig Intervalltrainings und Stabitrainings abgehakt, lange Läufe absolviert und dabei deutliche Fortschritte gemacht. Tatsächlich? Wir haben nachgefragt. Unsere Marathonneulinge stellen sich ein letztes Mal unseren Fragen vor dem Lauf.

Noch zwei Wochen bis zum Marathon! Bist du gut vorbereitet?

Andre: Ich hatte erst kürzlich meinen Halbmarathon Test und was soll ich sagen? All die Zweifel der letzten Wochen sind Geschichte! Es hat über alle Maße hinaus super funktioniert, die kalkulierte Pace konnte ich übertreffen, so dass ich fast allen Selbstzweifeln davongelaufen bin!

Anke: In den vergangenen beiden Wochen habe ich gute Fortschritte bei mir bemerkt und der letzte lange Lauf (36 km) hat mir einen Vorgeschmack auf das gegeben, was kommt. Ich hatte das erste Mal das Gefühl, den Marathon zu schaffen. Bin also gut vorbereitet und auch bereit!

Bernd: Ein ehrliches, schockierendes Nein muss ich hier antworten. Dies liegt aber nicht an der super Unterstützung von New Balance oder dem Bunert Team. Es ist einfach so, dass Verletzungen und Infekte eine optimale Vorbereitung verhindert haben.

Jenny: Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell sich der Körper an neue Belastungen und Reize anpassen kann. Die letzten langen Läufe haben nicht nur die Kraft und die Ausdauer noch einmal gestärkt, sondern auch das Selbstbewusstsein. Denn ich finde, einen Marathon zu laufen hat vor allem auch viel mit dem Kopf und der eigenen Einstellung zu tun. Also ja, ich fühle mich gut vorbereitet – körperlich sowie auch mental!

Jens: Meine Vorbereitung war bis vor wenigen Wochen perfekt. Bis auf wenige Ausnahmen habe ich mich an den individuellen Trainingsplan gehalten, den mir Marco von Bunert Kleve erstellt hat. Leider habe ich den intensivsten Teil der Marathonvorbereitung verpasst, da mir ein Muskelfaserriss eine vierwöchige Zwangspause beschert hat. Die nächsten drei Wochen nutze ich nun, um langsam wieder Belastung aufzubauen. Eine perfekte Vorbereitung sieht sicher anders aus.

Kristina: Ich denke, dass ich ganz gut vorbereitet bin, ja. Es sind zwar am Ende nicht ganz so viele lange Läufe (30 km +) geworden, wie ich es mir gewünscht hätte, aber dafür sitzen die Grundlagen-Läufe (bis zu 20 km) 🙂

Nina: Nach ein paar Rückschlägen durch Krankheit glaube und hoffe ich, dass mein Trainingsstand jetzt trotzdem gut ist. Ich fühle mich jedenfalls durch meinen Coach von der Laufschule und Bunert Düsseldorf gut beraten und vertraue seinem Urteil, dass alles passt.

Philipp: Dank der super Betreuung meiner Bunert Trainer fühle ich mich wirklich sehr gut vorbereitet. Ich hatte aber auch Glück, dass ich von Verletzungen und Krankheiten komplett verschont geblieben bin und die Trainingspläne voll durchziehen konnte.

Was für Ziele hast du dir gesetzt? Geht es dir ums Finishen oder hast du ein Zeitziel?

Andre: Nachdem der Halbmarathon-Test so gut geklappt hat, kommuniziere ich jetzt auch mein Zeitziel von 3:30 Stunden. Bislang hatte ich das noch für mich behalten, da ich sehr große Zweifel hatte, dies über diese Distanz erreichen zu können.

Anke: Am Anfang hatte ich tatsächlich mal ein Zeitziel, jetzt ist nur noch Finishen das Ziel. Ich hätte noch ein bisschen mehr Zeit benötigt …

Bernd: Ich träume davon, ins Ziel zu laufen. Also finishen ist das erste Ziel. Die Zeit … lassen wir uns überraschen.

Jenny: Anfangs war mein einziges Ziel, mit viel Spaß und vor allem auch gesund zu finishen. Nach dem Training hat man da aber auch schon mal andere Gedanken im Kopf, wenn man weiß, wozu man so fähig sein kann. Jedoch mache ich mir da überhaupt keinen Stress und lasse das alles einfach auf mich zukommen. Bei mir ist es auch immer stark von der Tagesform abhängig. Also ist mein Ziel nach wie vor zu finishen und über alles Weitere freue ich mich natürlich auch 🙂

Jens: Bis zu meinem verletzungsbedingten Ausfall habe ich ganz klar auf Zeit trainiert. Der Trainingsplan baute auf eine Zeit von 3:45 Stunden auf, was für mich schon eine hohe Herausforderung bedeutete und an dessen Erfolg ich nicht wirklich glauben mochte. Jetzt fehlt allerdings so viel Training, dass ich froh bin, wenn ich überhaupt ankomme. Ich werde auf jeden Fall langsam und vorsichtig laufen, um die immer noch nicht ganz verheilte Muskulatur zu schonen und überhaupt ankommen zu können.

Kristina: Ich möchte einzig und allein ankommen. Mittlerweile ist es mir sogar ehrlich gesagt egal, ob ich noch in die Wertung aufgenommen werde (maximal 5:30 Stunden). Ich habe während der Vorbereitung oft zu spüren bekommen, dass es so sehr von der Tagesform abhängt, welche Pace gerade möglich ist und bei meinem ersten Marathon möchte ich mir den Druck komplett nehmen und einfach nur ankommen 🙂 Der zweite ist bereits angemeldet … da kann ich dann eine Zeit anpeilen.

Nina: In erster Linie geht es mir ums Finishen, ist schließlich der erste Marathon. Wenn es unter 4:30 Stunden klappt, wäre ich sehr zufrieden.

Philipp: Es ist der erste Marathon, ich bin noch nie mehr als 35 Kilometer gelaufen. Daher ist Ankommen schon mal das wichtigste Ziel. Wenn es dann noch unter vier Stunden klappen sollte, wäre ich super happy.

Mit welchen Gefühlen denkst du an den Marathon in Rotterdam? Wovor hast du am meisten Angst?

Andre: Ich muss immer wieder an meinen verstorbenen Schwiegervater denken. Solche Ziele, für die es galt hart und lange dafür zu arbeiten, hatte ich noch nie in meinem Leben. Das verdanke ich ihm. Besondere Sorgen mache ich mir eigentlich nicht, mittlerweile freue ich mich wahnsinnig drauf.

Anke: Die Gefühle für den Marathon sind sehr gemischt. Am meisten Angst habe ich davor, dass ich mein Problem mit der Ernährung nicht hinbekomme. Bisher habe ich Kraft, Ausdauer und Kopf gut in den Griff bekommen, aber mein Magen spielt nicht immer so mit. Wird schon schiefgehen!

Bernd: Es sind gemischte Gefühle im Hinblick auf Rotterdam. Einerseits Freude und Aufregung, dann aber wieder Ernüchterung, wenn man an die Vorbereitung zurückdenkt. Und die größte Angst habe ich vor den Stunden nach dem Lauf und dem Tag danach. Der Körper wird mir schon zeigen, was er von dieser Anstrengung hält …

Jenny: Angst habe ich keine. Hier und da steigt mal etwas Nervosität auf. Aber meist überwiegt die Vorfreude auf das tolle Event. Wenn ich Angst habe, dann höchstens davor, mich vor dem Marathon noch irgendwie zu verletzen. Ich bin so ein Tollpatsch!

Jens: Ich freue mich schon wahnsinnig auf die Atmosphäre – bei der prognostizierten Zuschauerzahl dürfte dort einiges los sein. Angst habe ich nur davor, wegen der Verletzung gar nicht antreten oder durchlaufen zu können. Alles Weitere wird schon!

Kristina: PURE FREUDE! Angst habe ich eigentlich nur davor, dass jetzt noch eine Erkältung oder Ähnliches reinkommt und mich total aus dem Konzept bringt.

Nina: Inzwischen freue ich mich auf den Marathon und die Ängste haben nachgelassen. Ich hoffe, dass ich mich am Anfang nicht zu sehr mitreißen lasse, was sich am Ende rächen könnte.

Philipp: Ich freue mich sehr auf Rotterdam und auf den Moment, wenn man die Ziellinie überquert. Ein bisschen Sorgen machen mir noch die Kilometer 32 bis 42 …

Wir sind stolz auf euch, dass ihr bis hier hin durchgehalten habt. Den krönenden Abschluss packt ihr jetzt auch noch. Wir wünschen euch für den Lauf viel Erfolg, dass ihr eure Ziele erreicht und dabei viel Spaß habt!

Euer Lukas