Schon der vierte Monat? Mit der Marathonvorbereitung verfliegt, oder besser verläuft, die Zeit verdammt schnell! Dieser Monat war ein absolutes Highlight, was für mich vor allem an der Leistungsdiagnostik lag, die wir mit Heilsa auf der Leichtathletikanlage der Sporthochschule Köln gemacht haben.

Alles, was bei der Leistungsdiagnostik und unseren Teilnehmern sonst noch passiert ist, erfahrt ihr in diesem Bericht:

Fleißig haben wir diesen Monat wieder trainiert. Zum gewohnten Training mit den langen Läufen für die Grundausdauer kommen nun immer mehr Intervalltraining und Aufbau ins Spiel. Das ist wichtig, um neue Reize zu setzen und den Körper auch an stärkere, intensivere Belastungen zu gewöhnen. Nur wer den Körper vor ungewohnte Herausforderungen stellt, wird stärker und leistungsfähiger. Das ist natürlich deutlich anstrengender, macht aber auch Spaß und ist sehr motivierend.

Das ist gerade in der dunklen Jahreszeit wichtig, aber Karsten Kruck von Laufsport bunert Duisburg hat da ja einen guten Motivationstipp:

„Schließt euch einem Lauftreff oder einer Laufgruppe an! So überwindet ihr Motivationslöcher schnell, denn in der Gruppe macht Laufen am meisten Spaß.“

Das absolute Highlight des Monats war natürlich die Leistungsdiagnostik in Köln. Hier hat Heilsa uns mit einem Laktatstufentest genau unter die Lupe genommen.
Zuerst stand aber eine Fettmessung an: Mit einer Fettzange wurde an neun Stellen gemessen, wie viel oder wenig wir auf den Rippen haben. In der Auswertung haben wir dann einen genauen Wert des Körperfettanteils in Prozent erhalten.

Der eigentliche Laktatstufentest war dann verdammt anstrengend! Ziel des Tests ist es, an die eigene Leistungsgrenze zu gehen und durch Messungen des Laktatwerts bei steigender Belastung den optimalen Trainingsbereich zu finden. Laktat (Milchsäure) ist ein Stoffwechselabfallprodukt, was dann gebildet wird, wenn der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Das führt dazu, dass der Körper weiter mit Energie versorgt wird, obwohl nicht ausreichend Sauerstoff im Blut vorhanden ist.

Langfristig aber übersäuert die Muskulatur und man bekommt die berühmt berüchtigten „schweren Beine“. Man kann daher über den Laktatwert bestimmen, ab wann ein Sportler an die Schwelle kommt, wo er nicht mehr ausreichend Sauerstoff aufnimmt, um die beanspruchte Muskulatur zu versorgen. Daraus kann man nun das optimale Trainingstempo ableiten und eine Prognose stellen, in welcher Zeit man den Marathon vermutlich absolvieren kann.

Um dies herauszufinden, haben wir uns mit Pulsgurten ausgestattet auf dem Gelände der Sporthochschule Köln getroffen. Dann folgte die erste Blutabnahme mit einem Piekser ins Ohr – einer von vielen an diesem Abend.

Dann ging es richtig los: Bei jeder Stufe sind wir drei 400-Meter-Runden gelaufen, also je 1200 Meter. Die erste Stufe war mit 7,2 km/h (oder 8:20 min/km) relativ langsam. Hier mussten wir uns noch nicht sehr anstrengen.
Nach den drei Runden ging es dann wieder zur Blutabnahme und dann schnell weiter in die nächste Stufe.
Das Tempo erhöhte sich pro Stufe um 0,4 m/s. Dies ist schon eine deutliche Steigerung, die wir deutlich in den Beinen gespürt haben.

Nach jeder Stufe haben wir kurz angehalten, bekamen einen Piekser ins Ohr und weiter ging es. Jeder von uns hat so viele Stufen absolviert, wie er konnte, da es ja um die individuelle Leistungsfähigkeit ging.
Insgesamt waren es sieben Stufen, mit einer Endgeschwindigkeit von 15,8 km/h oder 3:48 min/km. Da hing uns allen die Zunge ganz schön aus dem Hals!
Anschließend sind wir noch kurz ausgelaufen, haben uns der letzten Blutabnahme unterzogen, um die Regenerationsfähigkeit zu messen und dann waren wir fertig – im wahrsten Sinne des Wortes!

An dieser Stelle nochmal ein großes Lob an Edda Karlsson und Heilsa, die das ganze hervorragend und sehr professionell umgesetzt haben! Wer mehr zum Konzept von Heilsa erfahren möchte, klickt HIER.

Die Ergebnisse haben wir schon erhalten und beziehen sie jetzt mit unseren Bunert-Marathon-Experten in die Trainingspläne mit ein. So können die Bereiche, in denen das Grundlagentraining, die Intervalle und der Aufbau stattfinden sollen, genau bestimmt werden und das Training wird bedeutend effizienter.
Und natürlich war es super, dass wir uns bei diesem Treffen alle wiedergesehen haben, uns austauschen konnten und auch viel Spaß zusammen hatten. Danke in die Runde dafür!

Zusammengefasst: Der Oktober ging wahnsinnig schnell vorbei und wir haben einen großen Sprung in Richtung Rotterdam gemacht. Weiter geht es jetzt mit unserem ersten gemeinsamen Lauf in Düsseldorf, wo wir uns ein bisschen austauschen und die Form testen können. Bilder und Infos dazu folgen!
Ich wünsche allen Marathon-Begeisterten weiterhin viel Spaß beim Training und, dass die Motivation anhält!

Keep on running!
Euer Lukas